Laptop auf einem Schreibtisch. Auf dem Bildschirm steht "Update verfügbar!" Blog-Artikel Warum Updates machen.

Inhalt

Kurzeinblick:

"Es ist ein neues Update verfügbar". Kommt dir bei diesen Zeilen auch das kalte schaudern? Hinterher geht doch gefühlt eh noch weniger als vorher, oder? In diesem Post verraten wir dir, warum diese Updates eben nicht dazu da sind dich als User zu ärgern, sondern warum sie eben unerlässlich sind.

Was sind Updates?

Die Technik entwickelt sich jeden Tag weiter. Heutzutage gibt es kaum vollständig abgeschlossene Systeme mehr. Das bedeutet auch Software bzw. Systeme werden stetig weiter entwickelt. Damit du von der Weiterentwicklung profitierst, musst du das System natürlich auf den aktuellen Stand aktualisieren.

Sicherheitsrisiken eliminieren

Das hat unter anderem auch den Grund, dass Hacker selbst in den besten Systemen und Software immer wieder Lücken finden. Diese müssen in jedem Fall geschlossen werden, um nicht Opfer eines Angriffs zu werden. Ein Großteil der Updates besteht daher aus Entwicklungsveränderungen, die entdeckte Sicherheitslücken schließen. Diese sind für dich eigentlich nicht sichtbar, sorgen aber im Hintergrund dafür, dass du sicher unterwegs bist.

Im Übrigen, Sicherheitslücken erschaffen nicht nur eine Möglichkeit dich anzugreifen, sondern die Hacker können die Lücke auch ausnutzen um an die Daten deiner Kund:innen zu gelangen. Du bist für den ordnungsgemäßen Schutz und Verarbeitung der personenbezogenen Daten verantwortlich. Hier können im Falle hohe Geldstrafen anfallen.

Erweiterungen & Bugfixes

Im zweiten Schritten werden aber Software und Systeme auch in ihrer Funktion weiterentwickelt, sowie sogenannte Bugs (Fehler) beseitigt. Das bedeutet, deine Software wird noch umfangreicher, du bekommst noch mehr Möglichkeiten und Funktionen. In der Vergangenheit aufgetretene Bugs werden in der Regel behoben.

 Hinweis: Wenn du in einer Software / System einen Fehler entdeckst, hilfst du den Entwickler:innen, wenn du diese auch meldest. Denn nur, wenn sie davon erfahren, können sie die Fehler auch beheben.

Fehler nach Update:
Warum sie trotzdem auftreten

Zuvor ein Update veröffentlicht wird, durchläuft es viele Testphasen. In diesen Testphasen wie z.B. der Alpha-Phase, dem Beta-Test usw. wird das System auf Herz und Nieren von Testern geprüft. Doch leider ist es kaum bis gar nicht möglich jeglichen erdenkbaren Weg unter die Lupe zu nehmen. So kann es auch unter den Besten Entwicklern vorkommen, dass Fehler übersehen werden, oder Kontrareaktionen erst im späteren Verlauf auffallen.

Wichtig ist an dieser Stelle neben Verständnis auch zu Wissen, was für ein Update man gerade einspielt und vorher ein Backup zu erstellen.

Wir erklären dir, wie das geht und worauf du achten solltest:

Was muss ich bei einem Update beachten?

1) Versionsnummern verstehen

Wir wissen nun, dass es verschiedene Arten von Updates gibt, doch wie kann die Art des Updates heraus gefunden werden?

Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass Systeme sogenannte Versionsnummern haben. In der Regel sehen die z.B. so aus 5.4.2.

Wenn dir das System ein Update meldet, erfährst du auch die neue Versionsnummer auf die aktualisiert werden soll. Anhand dieser kannst du nun im ersten Schritt grob erkennen, um welche Art Update es sich nun handelt.

Update verfügbar - so erkennst du die Art des Updates an der Versionsnummer.
Eine Versionsnummer wird aufgebaut Major Version, Minor Version, Patch Level und Build-Number.

2) Relevanz feststellen

Die Versionsnummer allein reicht leider nicht aus. Auch die Art wie und wann du das Update durchführen solltest muss festgestellt werden. Wenn ein neues Update zur Verfügung gestellt wird, gibt es auch eine Beschreibung mit den Veränderungen und dem Inhalt.

  • Wenn es sich um ein Update im Patch Level handelt mit z.B. Behebung von Sicherheitslücken, dann solltest du das Update sehr zeitnah durchführen. Die Updates sind in der Regel klein und haben keine Auswirkung auf das System und deren Funktionen selbst.
  • Ein Update in der Minor Version solltest du prüfen, welche Art Funktionen sich verändern werden und welche Auswirkungen das für dich hat.
  • Major Version Updates sind besonders kritisch. Hierbei geht es i.d.R. um wirklich signifikante Änderungen des Systems. Schnittstellen zu anderen Systemen oder Plugins müssen eventuell auch neu angepasst werden. Hier ist äußerste Vorsicht geboten.

3) Update vorbereiten

Nach der sicherheitstechnischen Prüfung bereiten wir das Update vor. Es empfiehlt sich in jedem Fall ein Backup des Systems und der Datenbank durchzuführen (je nach Zugriffsmöglichkeit natürlich).

Sollte es nach dem Update zu markanten Problemen kommen, kannst du durch Einspielen des Backups das System wiederherstellen.

Je nach Umfang und Risiko des Systems für dich und dein Unternehmen, kann es auch durchaus sinnvoll sein ein Update auf einer gesonderten Testumgebung (Staging-Umgebung) erst zur Probe einzuspielen und zu testen, zuvor das Produktiv-System aktualisiert wird. Gerade für Online-Shops mit > 50 Bestellungen am Tag ein unverzichtbares Vorgehen.

Achtung: Solltest du bei deinem System auch Plugins installiert haben, oder per Schnittstelle weitere Systeme angebunden haben: Prüfe unbedingt alle Plugins und per Schnittstelle angebundenen Systeme, dass diese auch bereits die neue Version bedienen können. Ebenso stelle vorher fest, welche Anpassungen du eventuell durchführen musst.

4) Update durchführen

Für die Durchführung des Updates solltest du unbedingt einen geeigneten Tag und Uhrzeit auswählen. Wenn du eine Webseite hast, macht es wenig Sinn, das Update in der Zeit mit dem meisten Traffic (Besucheraufkommen) durchzuführen.

  • Wähle einen Zeitpunkt mit wenig Besucheraufkommen
  • Führe das Update nicht unter Stress durch
  • Sorge für eine stabile Internetverbindung (überprüfe eventuelle Meldungen oder anstehende Wartungen deines Netzwerkanbieters)

5) Update nachbearbeiten

Oft kann es nun vorkommen, dass du ein paar Nacharbeiten durchführen musst. Das kann sein, dass eine Schnittstelle neu konfiguriert werden muss, oder auch durch Funktionsveränderungen eine Einstellung neu getätigt werden muss. Ein Update ist nur selten mit der bloßen Aktualisierung abgeschlossen.

Muss ich das Update wirklich machen?

Der ganze Prozess klingt ziemlich aufwendig, aber ja leider absolut unverzichtbar. Gerade für Unternehmen, ein Angriff, über eine zum Beispiel nicht geschlossene Sicherheitslücke, kann das gesamte Firmennetz lahm legen.

Kann ich ein Update auch selbst durchführen?

Je nach Verwendungszweck, Ausfallrisiko und Unternehmensgröße macht es durchaus Sinn sich einen technischen Partner hierfür zu Rate zu ziehen oder gar damit zu beauftragen.

Ein Update ist wie erwähnt unverzichtbar und muss durchgeführt werden für den Schutz des Unternehmens (das betrifft aber genauso auch schon Selbstständige, Kleinunternehmer:innen oder Privatpersonen). Das Update kann aber auch viele Probleme bereiten. Hier benötigt es dann nicht nur eine gewisse technische Affinität sondern eben auch Know-how.

Insgesamt musst du natürlich für dich selbst abschätzen welche Auswirkungen ein Worst-Case Szenario haben könnte.

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